20.000€ Verlust: Das lief bei den Besichtigungen falsch.

Ein paar Fotos schießen, die Immobilie ins Internet stellen und schon laufen ein paar Interessenten ins Haus. Was so einfach klingt, sorgte nicht bei wenigen Verkäufern für graue Haare.

Die 6 Todsünden der Immobilienbesichtigung stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

Die Interessenten klingeln an der Tür und Sie machen auf.

Mangelnde Vorbereitung

Eine gute Vorbereitung ist notwendig, um eine positive Atmosphäre beizubehalten. Wer kennt es nicht? Man möchte etwas kaufen, hat nur noch ein paar Fragen, die nicht plausibel beantwortet werden und: Der Kauf fällt ins Wasser.

Folgende Dinge könnten während Besichtigung von Interessenten gefragt werden:

  • Wie wurde die Immobilie gebaut?
  • Welche Modernisierungen wurden durchgeführt?
  • Wie ist das Dach / die Außenwände gedämmt?
  • Wie ist der energetische Standard des Gebäudes?
  • Ist die Immobilie lastenfrei?
  • Ist das Grundbuch sauber?
  • Wo befinden sich Bushaltestellen oder Geschäfte des täglichen Bedarfs?
  • Fragen zu Raumgrößen und Deckenhöhen
  • Welche Reparaturen mussten in den letzten Jahren durchgeführt werden?
  • Sind in der Umgebung Baumaßnahmen geplant?
  • Wie hoch waren die Betriebskosten in Vergangenheit?
  • Welche Firmen haben die Arbeiten erledigt?

Zu den Unterlagen, die vorliegen sollten zählen:

  • Grundrisse
  • Wohnflächenberechnung
  • Lageplan
  • Grundbuchauszug
  • Brandversicherungsurkunde
  • Nebenkostenübersicht
  • Teilungserklärung
  • Wirtschaftsplan
  • Baubeschreibung (soweit vorhanden)
  • Bilder (soweit vorhanden)
  • Energieausweis (ggfs. erstellen lassen)
  • Ggfs. Kopie Mietverträge (falls vermietet)
  • Objektbeschreibung

Massenbesichtigungen

Unserer Meinung nach sind Massenbesichtigung ein No-Go, weil mit diesem Weg dem Interessenten nicht die Möglichkeit gegeben wird, sich in die Immobilie hineinzuversetzen.

Der Interessent steht unter Druck, stellt womöglich falsche Fragen und kann es sich nicht mehr vorstellen, in der Immobilie zu wohnen.

In den seltensten Fällen entsteht bei dieser Art von Besichtigung die passende Atmosphäre, um einen Immobilienkauf herbeizuführen.

Zeitdruck

Planen Sie unbedingt für die Besichtigungen ausreichend Zeit ein und nehmen Sie sich vor den Besichtigungen Zeit, die Immobilie noch einmal ausführlich zu überprüfen.

Für einen Kaufinteressenten sollte folgende Dinge nach der ersten Besichtigung geklärt sein:

1. Sind alle Fragen vorerst geklärt?

2. Kommt die Immobilie für einen Kauf in Frage?

Unnötiger Zeitdruck sorgt bei Besichtigungen dafür, dass die o.g. Fragen nicht beantwortet werden können und Unzufriedenheit herrscht.

So kann es passieren, dass der passende Interessent von einem Kauf Abstand nimmt. 

Schönheitsmängel

Sie gehen vom Wohnzimmer in die Küche und auf einmal verschlechtert sich die Stimmung der Kaufinteressenten.

Woher kommt dieser unangenehme Geruch?

Sind Wasserleitungen defekt?

Dringt Feuchtigkeit aus?

Hat die Immobilie ein Schimmelproblem?

Ein kleines Problem reicht hier aus, um eine Flut an Fragen auszulösen. Oft führen Kleinigkeiten dazu, dass aufgrund von Skepsis kein Kaufangebot gemacht wird.

Wir weisen Verkäufer auf kleine Schönheitsreparaturen hin, die einen kleinen finanziellen Aufwand benötigen. Oft sorgen diese für einen höheren Verkaufspreis und lohnen sich fast immer.

Schon das bloße Streichen von Wänden wirkt oft Wunder und lässt eine Wohnung viel hochwertiger erscheinen.

Passen Sie jedoch auf, dass keine Mängel vertuscht werden.

Informationsüberflutung

Wie viel Information ist genug?

"Wir haben hier in der Gegend alle zusammen 1978 angefangen zu bauen. Der Nachbar rechts von uns ist 4 Monate nach uns fertig geworden und hat für den Bau 135.000€ ausgegeben. Trotzdem hatte er Feuchtigkeit im Keller. Wir haben für die Bodenplatte Firma XY engagiert. Das Dach hat Firma YZ umgesetzt. Die Dachdämmung ist aus Mineralwolle und die Kellerdecke ist auch gedämmt. Das Bad haben wir 2016 neu machen lassen, von der Firma XY und die haben uns gesagt die verwenden nur die besten Fliesen von Hersteller YZ. Von den Heizkosten her hatten wir im Jahr ca. 750 € und der Energieausweis sagt, dass unser Energiebedarf sehr niedrig ist. Wir stehen hier bei A+."

Dies ist noch ein harmloses Beispiel von zu vielen ungefragten Informationen.

In der Regel möchten Käufer nicht dauerhaft beschallt werden, sondern die Möglichkeit haben, Fragen ausreichend beantwortet zu bekommen.

Wenn eine Frage zur Dämmung besteht: Beantworten Sie diese.

Wenn eine Frage zur Energieeffizienz besteht: Beantworten Sie diese.

Ungefragt einen Menschen mit Informationen regelrecht zu bombardieren, ist kein Verkauf, sondern erzeugt in der Regel Desinteresse.

Schlechte Kommunikation

Kommunikation beginnt beim Immobilienverkauf schon bei den Texten im Exposé und hört bei der Schlüsselübergabe auf.

In den meisten Fällen ist viel Fingerspitzengefühl gefragt, denn ein Immobilienkauf und Verkauf ist bei den meisten Menschen die größte Transaktion im ganzen Leben.

Ein Experte erkennt, wo Probleme und Fallstricke liegen könnten und beseitigt diese.

Sichern Sie sich den besten Verkaufspreis für Ihre Immobilie

__CONFIG_colors_palette__{"active_palette":0,"config":{"colors":{"55c7c":{"name":"Main Accent","parent":-1}},"gradients":[]},"palettes":[{"name":"Default Palette","value":{"colors":{"55c7c":{"val":"rgb(66, 133, 244)"}},"gradients":[]},"original":{"colors":{"55c7c":{"val":"rgb(19, 114, 211)","hsl":{"h":210,"s":0.83,"l":0.45}}},"gradients":[]}}]}__CONFIG_colors_palette__
Immobilie verkaufen